Zur Ausgabe „Siegerjustiz“ der Rote-Hilfe-Zeitschrift

Die Kritik des historischen Staatssozialismus ist unerlässlich für all jene, die sich heute mit Recht als Kommunist_innen und Revolutionär_innen verstehen. Wenn wir es Ernst meinen mit der Überwindung der kapitalistischen Produktionsweise und der staatlichen Herrschaft, dürfen wir die Kritik des historischen Scheiterns der kommunistischen Bewegung nicht dem bürgerlichen Antikommunismus überlassen. Deshalb unterstützen wir die Stoßŕichtung der Kritik unserer Genoss_innen von den e*vibes in Bezug auf eine Ausgabe der Zeitschrift der Roten Hilfe und richten einen solidarischen Gruß an die Dresdner Ortsgruppe der Roten Hilfe. Wir wünschen euch viel Kraft in eurem notwendigen Kampf gegen die Verharmlosung der Repressionen durch die Stasi und des Herrschaftssystems DDR. Den Text der e*vibes findet ihr hier.

Ein Gedanke zu „Zur Ausgabe „Siegerjustiz“ der Rote-Hilfe-Zeitschrift

  1. Ein Ostlinker

    Liebe Leute,

    ich bin erst jetzt auf das RH-Thema gestoßen. Hatte das irgendwie gar nicht mitbekommen Habe dazu auch der ABC Jena geschrieben, die zu dem Thema was schreiben und ziemlich abledern. was mich bei all der Diskussion stört ist die politische Begrifflichkeit. Also schreibe ich hier das, was ich auch der ABC Jena geschrieben habe.

    Ich mache diese kurze Bemerkung als ein Menschen, der zur Linke DDR-Opposition gehört hat und auch jetzt noch antiautoritär-links unterwegs ist. Wir waren damals nicht, wie zum Beispiel die AnarchistInnen von ABC schreiben, gegen die „Scheiß-DDR“. Sondern gegen die „Scheiß SED“, die scheiß Stasi“, den kleinbürgerlichen Mief und den Unterdrückungs-Appartat. Wir wollten, als es im Herbst 1989 los ging, eine demokratische und sozialistische DDR schaffen. Und die SED als solche, war nicht sozialistisch und kommunistisch schon gar nicht.

    Aber die DDR hatte (so dachten wir) potenzial, ein wirklich freies und sozialistisches Land zu werden. Vielleicht nicht gleich anarchistisch. Aber zum Beispiel selbstverwaltet durch Räte. Naja war ein Irrglaube und den 16 Millionen DDR-BürgerInnen sind spätestens zur letzten DDR-Wahl am 18. März 1990 den dummen kohlschen Lügen und Märchen von gebratene Tauben, die einem ins Maul fliegen, und massenhaft geschenkte D-Mark aufgesessen. Diese bequeme Verheißung war den Schafen lieber, als sich das Paradies selbst aufzubauen. Und so blökten sie im Chor: Helmut, Helmut ….

    Und nun haben wir den Salat.

    Kurz um und noch einmal. Man muss nicht gleich zum Antikommunist werden, um SED- / Stasi-Schweine usw. zu hassen. Den das sind eben keine Kommunisten und waren es nicht mal in ihren feuchten Träumen.

    Beste Grüße

    Antworten

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